Neue Approbationsordnung

Die neue zahnärztliche Approbationsordnung, kurz ZApprO genannt, tritt ab dem 01.10.2021 für Studierende in Kraft und löst damit die über 50 Jahre alte Ordnung ab.  Sie bringt natürlich einige Veränderungen mit sich, über die ihr euch vor dem Antritt eines Zahnmedizinstudiums informieren solltet.

Die Studiendauer bleibt nach wie vor bei elf Semestern, einschließlich Examen, jedoch verändert sich die Aufteilung des Studiums und dessen Inhalt an einigen Stellen.

 

Auf die erfolgreiche Zulassung und Einschreibung folgen vier vorklinische Semester. Der Fokus liegt hierbei auf den Naturwissenschaften und beinhaltet Unterrichtsveranstaltungen in folgenden Fächern: Physik, Chemie, Biologie, Physiologie, Biochemie, Anatomie, Berufsfelderkundung, Terminologie und zahnmedizinische Propädeutik mit Schwerpunkt auf präventiver Zahnheilkunde und dentaler Technologie.

Um sich nach vier erfolgreich absolvierten Semestern für den Ersten Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung anmelden zu können, brauchen die Studierenden zusätzlich einen Nachweis über eine Ausbildung in erster Hilfe und über einen einmonatigen Pflegedienst. Dieser muss in den Semesterferien oder kann vor Beginn des Studiums absolviert werden. Einschlägige Berufsausbildungen, z.B. im Bereich der Krankenpflege oder als Rettungsassistent können hierbei angerechnet werden. Es besteht die Möglichkeit zur freiwilligen Teilnahme an Wahlfächern, die es den Studierenden ermöglichen, ihr Wissen je nach Interesse zu vertiefen und zu erweitern.

 

Der Erste Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung ist eine mündliche Prüfung und findet in der vorlesungsfreien Zeit statt.

 

Nach Ablegen der ersten großen Prüfung wird es dann praktischer! Nun kommt man noch mehr mit der zahnärztlichen Tätigkeit in Berührung und erlernt in zwei Semestern die wichtigsten Behandlungen am Phantomkopf.

Im Anschluss folgt der Zweite Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung, welcher mündlich-praktische Prüfungen in Zahnärztlicher Prothetik, Kieferorthopädie, Oralchirurgie und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Zahnerhaltung, die die Bereiche Endodontologie, Parodontologie, Kinderzahnheilkunde, Zahnhartsubstanzlehre, Prävention und Restauration umfasst, beinhaltet.

 

Im dritten und letzten Abschnitt des Studiums geht es dann schließlich an den Patienten. Hier behandeln die Studierenden in vier Integrierten Kursen unter Aufsicht von Assistenzärztinnen und Assistenzärzten erste eigene Patienten. Neu hierbei ist, dass die Kurse der Zahnerhaltung und der Zahnärztlichen Prothetik nicht mehr voneinander getrennt werden, wie es zuvor der Fall war.

Zur Verknüpfung von fächerübergreifendem Wissen, sieht die neue Ordnung neben den bereits bestehenden Veranstaltungen sogenannte Querschnittsbereiche wie z.B. die Notfall- und Schmerzmedizin vor. Die Teilnahme an einem Wahlpflichtfach ist vor der Anmeldung zum Dritten Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung vorzuweisen. Neu ist auch das verpflichtende Ableisten einer Famulatur von vier Wochen (oder zweimal zwei Wochen) in der vorlesungsfreien Zeit.

 

Der letzte Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung setzt sich aus einem mündlich-praktischen Teil und einem schriftlichen Teil zusammen. Prüfungsfächer des mündlich-praktischen Teils sind neben den Fächern des Zweiten Abschnitts der Zahnärztlichen Prüfung die Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten und die Zahnärztliche Radiologie. Darüber hinaus werden schriftlich neben den Querschnittsbereichen die Fächer Pharmakologie und Toxikologie, Pathologie, Hygiene Mikrobiologie und Virologie, Innere Medizin, Dermatologie und Allergologie geprüft.

 

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